Aktuelles
Schwäbische Zeitung, Wangen, Bernd Treffler, 29.01.2024:
Unter dem Motto „Für Demokratie und Menschenrechte“ gibt es am 3. Februar eine Kundgebung auf dem Marktplatz. Wer alles spricht und wer die Unterstützer sind. Der Widerstand gegen Rechtsextremismus formiert sich jetzt auch in Wangen. Unter dem Motto „Für Demokratie und Menschenrechte“ gibt es dazu am Samstag, 3. Februar, ab 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Marktplatz. Wer die Demonstration initiiert hat, welche Redner auftreten und wer alles die Veranstaltung unterstützt: ein Überblick.
Angemeldet ist die Demo mit dem Titel „Für Demokratie und Menschenrechte“ am Samstag, 3. Februar, ab 14 Uhr auf dem Wangener Marktplatz mit 400 Teilnehmern. Bei der Anmeldung vor etwa einer Woche schien die Zahl im unteren Bereich des Rahmens, es könnten aber durchaus mehr werden, sagt Johannes Waltenberger. Der Vorsitzende des Ortsverbands Wangen/Amtzell/Achberg von Bündnis 90/Die Grünen hat die Demonstration zusammen mit Matthias Hermann, Co-Vorsitzender des Wangener SPD-Ortsvereins, initiiert.
Eigentlich hieß er Frans-Joris. In Flandern geboren, absolvierte er in Weingarten die Lehrerausbildung und kam 1969 nach Kißlegg. Schnell engagierte er sich in der gerade von Gerd Wagner neu gegründeten SPD, deren Vorsitz er bald übernahm. Als erstem „Sozi“ gelang ihm 1975 der Einzug in den Gemeinderat; bei der nächsten Kommunalwahl zog er auch in den Kreistag ein. Auch außerhalb der Politik wurde sein vorbildlicher Einsatz gewürdigt: Beruflich an der Realschule, wo er lange Jahre als Konrektor wirkte. Sportlich bei den Tischtennisfreunden Kißlegg und im Bezirk Allgäu-Bodensee des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern, wo er jeweils zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Diesen Titel trägt er auch im SPD-Ortsverein; die Bundes-SPD ernannte ihn zum Ehrenmitglied und verlieh ihm die „Willy-Brandt-Medaille“.
Am 22. Januar, am Tag nach dem 95. Geburtstag, ist er verstorben. Wir trauern um eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die den Ortsverein über 50 Jahre lang maßgeblich geprägt hat. Danke, Frans!
Positionspapier: Download.
Die SPD Wangen setzt sich zu Beginn des neuen Jahres für das Miteinander der Kulturen sowie für soziale und gerechte Teilhabe aller in Wangen ein und macht sich für die Gründung eines Integrationsbeirats stark. Jüngst wurde in einem Artikel in der Schwäbische Zeitung deutlich: Wangen ist bunt.
Insgesamt haben circa 20 Prozent der Einwohner in Wangen eine Migrations- und Fluchtgeschichte. 13,61 Prozent der Einwohner haben einen nicht deutschem Pass. Laut Angaben der Stadtverwaltung haben 1638 Wangener neben dem deutschen auch noch einen ausländischen Pass, verfügen also über eine doppelte Staatsbürgerschaft.
Freitag 20.12.23:
Im Irish Pub saßen ab dem späten Nachmittag zahlreiche Mitglieder des SPD-Ortsvereins und Fruendinnen/Freunde zusammen, um sich in gemütlicher vorweihnachtlicher Runde auszutauschen.
Es wurde in langer Abend. Persönliche Gespräche wechselten zwanglos zu Themen der „großen“ Politik, die auch im Rückblick der vergangenen 25 Jahre immer wieder schwierige Situationen zu bewältigen hatte, vom Balkankrieg in den späten 90er Jahren, als die neue Rot-Grüne Regierung vor der schwierigen Entscheidung stand, ob sie hier militärisch mit eingreifen soll, (*) bis zu den Folgen einer Politik des „Reformstaus“ (Wort des Jahres 1997 ! ) aus den vorangegangenen Jahren, die Deutschland wirtschaftlich zum „Kranken Mann Europas“ und Schlusslicht der OECD gemacht hatte, mit einer Arbeitslosenquote bis über 12 % (Bundeszentrale für politische Bildung) (**).
Allen war klar: heute gibt es wieder große gesellschaftliche Herausforderungen, Energiepolitik, Flüchtlingspolitik, Klimapolitik und mehr, dazu noch das Auftreten undemokratischer und rechtsradikaler Kräfte in der Politik. Einfache schlagwortartige Lösungen gebe es nicht, Stammtischparolen klängen zwar immer interessant, helfen aber nicht wirklich weiter, sondern verunsichern. Man war sich einig, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft, demokratisches Miteinander, gegenseitiges Vertrauen und auch ein gewisser Mut für künftige Veränderungen, die nötig, aber nicht gerade einfach umzusetzen sind, uns voranbringen werden. Auch vor Ort in unserer Stadt müsse dies gelingen, im Rahmen der Lokalpolitik und ihrer Möglichkeiten, nach dem Motto sozial, gerecht, solidarisch. Lokalpolitik werde vom Gemeinderat bestimmt, merkten die SPD-Stadträte in dieser Runde an, und warben für weitere Beteiligungen und Kandidatur der Bürgerinnen und Bürger, die in der Fraktion auch ohne Parteibindung willkommen und nur ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich seien.
Quellen:
(*) https://taz.de/Zehn-Jahre-Kosovokrieg/!5165840/
(**) https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/01%20Arbeitslose%20und%20Arbeitslosenquote_0.pdf
Gerd Wagner ist kurz vor Weihnachten verstorben. Er hatte ab 1966 den Ortsverein Kißlegg wiederbelebt und dazu die wenigen, nach Nazizeit und Krieg verbliebenen Mitglieder um sich geschart. Dass er als gerade zugezogener Junglehrer der Schlossrealschule diesen Schritt wagte, rechnet ihm unser „Urgestein“ Frans Fabri besonders hoch an. „Damals galt „Sozialdemokrat“ für viele noch als Schimpfwort und Versammlungsräume in Gaststätten waren kaum zu bekommen.“ Nach der offiziellen Neugründung im Mai 1970 gelang es ihm erstmals, eine Liste für die Gemeinderatswahlen aufzustellen. Bald darauf zog er sich zugunsten von Frans Fabri zurück, blieb dem Ortsverein aber noch jahrzehntelang als Kassenprüfer und Organisator von Veranstaltungen erhalten. Großes ehrenamtliches Engagement zeigte er außerdem im Tennis- und bis zuletzt im Skatclub.
Die SPD Kißlegg-Wurzach hat Gerd Wagner viel zu verdanken. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.
19.06.2026 - 19.06.2026 Gremien im Vorfeld des Landesparteitag
10.07.2026 - 10.07.2026 Treffen der Landesspitze
25.07.2026, 00:00 Uhr - 12:00 Uhr Konstituierende Sitzung des Landesvorstands
11.09.2026 - 11.09.2026 Präsidium
18.09.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur