Ortsverein
Es war ein Heimspiel mit ernstem Hintergrund: Beim politischen Martini in Wolfegg machte unser Landtagskandidat für den Wahlkreis Ravensburg (69), Paul Frank, deutlich, warum der 8. März 2026 wichtig für die Menschen in unserer Region ist. Als Arzt kennt er die Sorgen der Menschen aus erster Hand – und er scheute sich nicht, die Missstände beim Namen zu nennen.
„Jetzt ist die Zeit zu handeln“, rief Paul Frank den Anwesenden zu. In einer sehr persönlichen Rede schilderte er, warum er nicht länger zusehen kann, wie unser Gesundheitssystem vor die Wand gefahren wird.
Besonders gefreut haben wir uns über die Verstärkung aus der Nachbarschaft: Toll, dass Gäste von der SPD Meckenbeuren und der SPD Tettnang den Weg zu uns gefunden haben! Der Austausch über die Ortsgrenzen hinweg ist für uns immer eine Bereicherung.
Doch neben dem geselligen Teil wurde es auch ernst. Anlässlich der aktuellen Orange Week haben wir gemeinsam intensiv diskutiert. Unsere Haltung zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist klar und wir fordern:
- Mehr Schutzplätze in Frauenhäusern
- Elektronische Fußfesseln für Täter
- Präventives Respekt-Training
Ein Abend, der gezeigt hat: Zusammenhalt und klare politische Kante gehören bei uns zusammen.
Auch Ende Oktober kamen wir wieder zu unserem monatlichen Stammtisch zusammen. In gewohnt entspannter Atmosphäre tauschten wir uns über allerlei politische und nicht-politische Themen aus.
Dabei wurde einmal mehr deutlich: Gerade hinsichtlich der nächsten Landtagswahlen ist eine starke sozialdemokratische Stimme wichtiger denn je. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen – komm doch auch vorbei und werde Teil unserer Runde!
Am Donnerstag fand wieder unser Stammtisch in der Räuberhöhle statt und markierte damit den Auftakt unserer monatlichen Treffen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie wertvoll persönliche Begegnungen und der direkte Austausch sind. Wir freuen uns schon auf die nächsten Termine – komm doch auch vorbei und werde Teil unserer Runde!
An den
- Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, Herrn Gabriel Kords
- Geschäftsführer von Schwäbischer Verlag GmbH und Co.KG Drexler, Gessler, Herrn Lutz Schumacher
Offener Brief
Sehr geehrter Herr Kords, sehr geehrter Herr Schumacher,
mit großer Besorgnis haben wir die Berichte in Presse und Rundfunk über die politische Neuausrichtung Ihrer Zeitung im Zuge einer unternehmenspolitischen Antwort auf die Krise des Zeitungswesens – und insbesondere der Regionalzeitungen – zur Kenntnis genommen. Es ist der Eindruck entstanden, dass die Zeitung sich rechtskonservativen Strömungen geöffnet hat, dass sie ihnen publizistisch Gehör und damit politischen Einfluss verschaffen will.
Was ehemalige Mitglieder der Redaktion und Kenner der Branche offen aussprechen, haben auch wir als Leser empfunden: die Abgrenzung zu demokratiefeindlichem Gedankengut sollte offensichtlich aufgeweicht werden. Wir appellieren an Ihre Verantwortung als wichtiges Medium der öffentlichen Meinung für die Zukunft unserer Demokratie. Rechtsextremem Gedankengut gilt es entgegenzutreten. Die Demokratie als freiheitliche Staats- und Gesellschaftsordnung lebt von der öffentlichen Auseinandersetzung, aber sie darf diese Freiheit nicht ihren Feinden ausliefern. Der Streit darf nicht zur Spaltung der Gesellschaft führen. Der Weg zur Integration und zu einvernehmlicher Entscheidung, muss als Ziel immer offen bleiben.
Für uns als politisch interessierte Bürger ist eine Regionalzeitung unentbehrlich für die eigene Urteilsbildung und für die tagespolitische Information und Orientierung. Das gilt für alle Ebenen der Politik. Insbesondere aber kann nur eine qualitativ hochstehende Regionalzeitung über die lokalen Ereignisse und regionalen Angelegenheiten sachorientiert berichten und unabhängig kommentieren. Darauf sind wir angewiesen.
Sie, Herr Kords wehren sich gegen den Vorwurf, Ihre Zeitung sei nach rechts gerückt. Sie beteuern in Ihrem Artikel vom 3. Oktober, dass die Schwäbische Zeitung „eine Plattform für alle legitimen Standpunkte, Meinungen und Überzeugungen“ bieten will, „die sich unter dem Dach des Grundgesetzes und des christlichen Menschenbildes versammeln lassen“.Wir nehmen Sie beim Wort und fordern Sie auf, alle diese Meinungen zu Wort kommen zu lassen, sie jedoch – und insbesondere kontroverse und extremistische Meinungen – kritisch einzuordnen und gegebenenfalls durch einen distanzierenden Meinungsbeitrag zur Urteilsbildung des Lesers beizutragen.
Um ein Beispiel zu nennen: ein Interview mit einem umstrittenen Politiker wie Hans-Georg Maaßen kann nur dann zu unserer Urteilsbildung als Leser beitragen, wenn seine Thesen durch Nachfragen geprüft und durch Kommentierung eingeordnet werden. Wir fordern Sie auf, diese journalistischen Grundsätze konsequent zu beachten. Ein anderes Beispiel: Wenn ihre Zeitung sich auf ihre christliche Orientierung beruft, könnten und sollten AfD-Politiker, die die Programmatik ihrer Partei als christlich ausgeben, mit dem falschen Verständnis der christlichen Botschaft konfrontiert werden, das damit impliziert ist.
Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die heftige öffentliche Kritik an der Ausrichtung Ihrer Zeitung bereits Wirkung gezeigt hat. Wir fordern Sie auf, diesen Weg konsequent weiter zu gehen. Nur so werden Sie verloren gegangenes Vertrauen wieder herstellen können. Sorgen Sie dafür, dass die Lokalredaktionen personell ausreichend ausgestattet sind, um ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen. Seien Sie versichert, die Schwäbische Zeitung ist uns nicht egal.
Wir werden uns um die weitere Verbreitung dieses offenen Briefes bemühen.
Die Erstunterzeichner:
Prof. Dr. Rainer Albertz
Rudolf Bindig
Peter Didszun
Prof. Heinz Jürgen Stührmann