SPD Kreisverband Ravensburg

An die Teilnehmer der Kreativkonferenz, Tübingen

Veröffentlicht am 04.05.2010 in Impuls2011
 

Hallo Genossinnen,
hallo Genossen

Da ich an der Konferenz nicht teilnehmen kann, möchte ich Euch auf diesem Wege meine Erkenntnisse zu Thema, Wahlwerbung zur Landtagswahl, mitteilen.

Nach der Landtagswahl 96 wurde bei Regionalkonferenzen die Meinung der Genossen/innen zur Wahlkampagne abgefragt. Eine Zusammenfassung der Meinungen liegt mir vor. Ich halte das Papier in Ehren, denn die vielen Meinungen gehören zu den Bausteinen auf die meine allgemeinen Erkenntnisse zum Thema, Wahlwerbung, basieren. Ich vertraue der Meinungsvielfalt unserer Genossen/innen. Das offensichtlich im Gegensatz zu den Verantwortlichen auf Landesebene. Bei allen Wahlkampagnen in Folge blieb diese Meinungsvielfalt unberücksichtigt.

Meine Erfahrungen sagen mir, wenn die Landespartei den bisherigen Weg weiter geht, wird es nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen. Ein Paradigmawechsel wird nicht sofort zu einem Wahlerfolg führen. Das zu versprechen wäre unredlich. Ein weiter so, ist aber fahrlässig!

Fest steht: Das bisherige Konzept muß überdacht werden! Die Denkweisen der bisherigen Verantwortlichen ist in Frage zu stellen. Ich glaube bei ihnen liegt das Problem. Die Genossen/innen, die über die Wahlwerbung entschieden haben waren den Kreativen, den Agenturen, in der Vergangenheit nicht gewachsen! Agenturen sind von ihrem Betätigungsfeld her in erster Linie Verkäufer – sie verkaufen sich. Die Zusammenarbeit mit einer Agentur setzt voraus, daß man selber genau weiß, was man will. Das Briefing muß eng gefaßt sein.

Nur ein Beispiel:
Im Handzettel der letzten Landtagswahl heißt es, „Denn unser Land kann mehr.“ Im Text heißt es weiter: „...,daß unser Land Spitze bleibt.“ Was denn nun? Wenn unser Land bereits Spitze ist, warum sollten die Wähler unseren Kandidaten ihre Stimme geben? Man kann sagen: „Das liest so keiner.“ Man kann auch sagen: „Das ließt so wie so keiner.“ Das glaube ich allerdings auch. Die Schlußfolgerung daraus kann nicht zutreffender definiert werden! Es muß ein Werbemittel her, das gelesen wird. Es muß ein Werbemittel her, das aufmerksam macht und Interesse weckt. Ich meine, auch Wahlwerbung sollte sich an die AIDA-Formel orientieren. „Aufmerksam machen - Interesse wecken – Denkanstöße geben – Aktion/Wahlgang“.

Nicht wiederholt werden darf der Unfug, der bereits vor einigen Jahren durch exerziert wurde. Einfach einem jungen Team das Kreative überlassen. Nach dem Motto: „Macht mal.“ Ich glaube es war in Winnenden, wo für den Stuttgarter Raum die Jungen ihre Ausarbeitung vorstellten. Das Ergebnis wurde von den Genossen/innen beklatscht. Das war auch gut so, denn die Jungen hatte gute Arbeit geleistet. Nur das Ergebnis war nicht Zielführend. Offensichtlich hatte ihnen niemand gesagt worauf es bei einer visuellen Wahlwerbung ankommt. Es war aber mit Sicherheit nicht das Schlechteste, das in der Vergangenheit an visueller Wahlwerbung erdacht wurde.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Auch ich habe kein Patentrezept! Wir wissen aber alle, daß das, was in der jüngsten Vergangenheit zum Einsatz kam, nicht von Erfolg gekrönt war. Die Kritiken aus den eigenen Reihen waren nicht zu überhören – sie wird es allerdings immer geben. Nur, in jeder Kritik steckt ein Stückchen Wahrheit. Kritik, die aus den eigenen Reihen kommt und konstruktiv ist darf nicht einfach in den Wind geschlagen werden!

Gruß
Jakob

Homepage SPD Baden-Württemberg

Termine

Alle Termine öffnen.

08.11.2021, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Monatlicher Treff

19.11.2021, 18:30 Uhr Save The Date: Roter Stammtisch
Der nächste "Rote Stammtisch" des SPD-Ortsvereins Bad Waldsee wird voraussichtlich am 29.11.2021 ab 18:30 Uhr im …

13.12.2021, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr Jahresabschlussfeier

NEWS

20.10.2021 10:17 SPD will Bärbel Bas als neue Bundestagspräsidentin nominieren
Die SPD spricht sich für Bärbel Bas als künftige Bundestagspräsidentin aus. Auch Rolf Mützenich war für den Posten gehandelt worden – er bleibt nun Fraktionschef der Sozialdemokraten. weiterlesen auf spiegel.de

15.10.2021 17:24 SONDIERUNGEN ERFOLGREICH
„AUFBRUCH UND FORTSCHRITT FÜR DEUTSCHLAND“ Die Sondierungen zwischen SPD, Grünen und FDP sind erfolgreich abgeschlossen. Auf Grundlage eines 12-seitigen Ergebnispapiers sollen jetzt formale Koalitionsverhandlungen folgen. „Aufbruch und Fortschritt“ seien möglich, fasste SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zusammen. In zehn Kapiteln haben die Verhandlerinnen und Verhandler die Verabredungen aus den Sondierungsgesprächen skizziert. „Als Fortschrittskoalition können wir die Weichen

13.10.2021 18:29 MECKLENBURG-VORPOMMERN – SCHWESIG WILL MIT DER LINKEN REGIEREN
Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern will mit der Linkspartei Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die mit ihrer SPD Ende September die Landtagswahl klar gewonnen hatte, kündigte am Mittwoch Koalitionsverhandlungen mit der Linken an. „Wir sehen in der Linkspartei eine Partnerin, mit der wir unser Land gemeinsam voranbringen können. Uns geht es um einen Aufbruch 2030, mit

12.10.2021 18:28 GENERALSEKRETÄR KLINGBEIL NACH SONDIERUNGEN – „VERTRAUEN IST EIN WICHTIGER BAUSTEIN“
Nach den ersten Sondierungsrunden für ein Ampel-Bündnis zeigt sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zuversichtlich für die weiteren Gespräche. Bis Freitag soll jetzt eine Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen erarbeitet werden. Gemeinsam mit FDP-Generalsekretär Volker Wissing und dem Politischen Geschäftsführer der Grünen Michael Kellner zog Klingbeil am Dienstag eine positive Zwischenbilanz. Die „intensiven Gespräche“ der vergangenen

06.10.2021 19:10 SONDIERUNGEN VON SPD, GRÜNEN UND FDP – „ES IST JETZT AN UNS, DAS AUCH UMZUSETZEN“
Grüne und FDP wollen mit der SPD über die Bildung einer Regierungskoalition sprechen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz begrüßt die Entscheidung und spricht von einem gemeinsamen Auftrag der drei Parteien. Bereits die Einzelgespräche mit den beiden Parteien seien „sehr konstruktiv“ verlaufen, sagte Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die SPD sei „sehr dankbar für die sehr professionelle und ernsthafte Art

Ein Service von websozis.info

Shariff