SPD Politiker informieren sich in Wangen über alternative Wohnkonzepte

Veröffentlicht am 18.08.2017 in Presse im Wahlkreis

Die SPD-Bundestagskandidatin Heike Engelhardt und der Vorsitzende der Landtagsfraktion der SPD Andreas Stoch waren zu Besuch im Aufwind-Haus

Quelle: Schwäbische Zeitung, 15.08.2017, von Jan Scharpenberg

Wangen - Der Vorsitzende der Landtagsfraktion der SPD, Andreas Stoch, und die SPD-Bundestagskandidatin Heike Engelhardt haben am Montag das Aufwind-Haus Wangen besucht, um sich über alternative Wohnkonzepte, im Angesicht der Wohnungsnot in Baden-Württemberg, zu informieren. "Das Thema Wohnen ist mehr als bloß: Jeder hat seine Wohnung", sagte Andreas Stoch. Die Ansicht der Kommunen habe sich in diesem Punkt sehr gewandelt.

Gemeinschaftliches Wohnen hätten sich trotzdem noch nicht viele als Alternative überlegt. "Man muss da auch rausfinden, was funktioniert, und mit den Erfahrungen, die Sie hier machen, sind Sie Pioniere", wandte sich Andreas Stoch an die Bewohner des Hauses. Der Verein Aufwind unterstützt seit 2009 den Aufbau und die Existenz von selbstorganisierten Wohngemeinschaften. In den Aufwind-Häusern, die sich auch in Isny und Weingarten finden, leben die Bewohner in ihren eigenen Wohnungen, haben aber auch die Möglichkeit, sich in Gemeinschaftsräumen aufzuhalten, den Garten oder einfach gemeinsame Abende zu gestalten. Das Angebot richtet sich explizit nicht nur an ältere Menschen, wird aber hauptsächlich von diesen wahrgenommen. Junge Familien und Paare sind auch als Mieter im Haus vertreten. "Die Idee war, dass wir kein betreutes Wohnen von oben herab, sondern ein selbstbestimmtes Wohnen haben wollten", erklärte Bruni Ivenz, die von Anfang an beim Wangener Aufwind-Haus dabei war. Aktuell liegt der Altersschnitt der Bewohner in Wangen bei 50 Jahren. Nur eine Wohnung ist zur Zeit nicht vermietet. SPD Bundestagskandidatin Heike Engelhardt, die auch bereits das Aufwind-Haus in Isny besuchte, zeigte sich begeistert: "Das ist eine Pilotform für das Land." Investoren für den Bau des Wangener Aufwind-Haus zu finden, das im März 2015 erstbezogen wurde, war allerdings gar nicht so einfach, erzählte Bruni Ivenz. Dabei biete das Modell den Investoren eine große Sicherheit. Denn der Verein mietet das gesamte Haus an und kümmert sich um die Vermietung der einzelnen Wohnungen selbst. Aus Sicht des Investors gibt es demnach keinen Leerstand, und kontinuierlich gleichbleibende Einnahmen sind garantiert. Für die Bewohner des Hauses hat es den Vorteil, dass sie selbst bestimmen können, wer einzieht. Denn Interesse an der Gemeinschaft ist Voraussetzung für den Einzug. Den Bewohnern ist jedoch wichtig zu unterstreichen, dass es in diesem Punkt keinesfalls um eine bestimmte Weltanschauung geht. Davon sei das Projekt komplett befreit. Dennoch habe man teilweise noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Daher betonen die Bewohner auch, dass es sich bei dem Aufwind-Haus keinesfalls um irgendeine Art einer Kommune handele. Jeder habe seine eigene Wohnung und dementsprechend Privatsphäre aber eben auch die Möglichkeiten zur gemeinsamen Beschäftigung. Die Vorteile des Wohnkonzeptes lagen für Andreas Stoch auf der Hand. Gerade in Hinblick auf die Zukunft: "Wenn wir Ideen entwickeln, dann ist es doch gut, wenn wir demografische Aspekte und gemeinschaftliches Leben vereinen und Plätze der Begegnung schaffen." Denn aktuell sei es schwierig, etwas zwischen der Pflege zu Hause oder der Unterbringung in einem Heim zu finden. Eine Förderung solcher Projekte könne er sich durchaus vorstellen: "Nicht so sehr über die Wohnbauförderung, sondern mehr über das Sozialministerium. Da könnte man einen Topf schaffen für Innovationen, um Dinge anzuschieben."

 
 

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