- Pressemitteilung vom 24.10.2009
Es handelt sich, so die Ortsvereinsvorsitzende, um ein Gebiet, das für das Stadtbild und in seinem Wert mit seiner exponierten Aussichtslage von außergewöhnlicher Bedeutung für die Welfenstadt sei. Es habe einen großen Einfluss auf das Mikroklima des mittleren Schussental und einen hohen Wert als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung.
Hinsichtlich des Geländes der Welfenburg, das sich in Privatbesitz befindet, spricht sich der Ortsverein für eine Nutzung aus, die an die frühere Tradition anknüpft. In die vorhandene Bebauung solle nur schonend eingegriffen werden. Die reizvolle Silhouette aus der Stadtsicht sollte weitgehend erhalten bleiben.
Das Grundstück auf dem Reutebühl, das sich in städtischer Hand befindet, darf nach Ansicht der Sozialdemokraten nicht verkauft werden, wie dies der Bebauungsplanentwurf der Stadt als „Option“ vorsieht. Mit seiner Aussichtslage sei es eines der das wertvollsten Grundstücke in städtischem Besitz. Nicht ohne Grund hätten frühere Oberbürgermeister von Richard Mayer über Rolf Gerich bis zu Gerd Gerber von einem Verkauf Abstand genommen. Zusammen mit dem Gelände um den Kreuzbergweiher soll das Gebiet nach dem Willen des Ortsvereins als Naherholungsgebiet der öffentlichen Nutzung erhalten bleiben. Eine „Aufwertung“ als Naherholungsgebiet sei weder nötig noch geboten, erfreue sich dieses Gebiet doch in seiner derzeitigen Gestaltung größter Beliebtheit in der Bevölkerung. Auch haushaltspolitische Erwägungen, so ernsthaft sie auch seien, dürften die Entscheidung in dieser hochbedeutsamen Angelegenheit nicht bestimmen. Zudem sei mehr als ungewiss, ob sich ein positiver Finanzeffekt überhaupt einstellen würde, da eine dortige Bebauung umfangreiche neue Straßenerschließungskosten erfordern würde.
Erstaunt zeigte sich Stadträtin Spieß über die Tatsache, dass der von der Stadt vorgelegte Entwurf für den Bebauungsplan bereits sehr detaillierte Gestaltungsvorschläge enthalte. Dies wiederum nähre in der Bevölkerung Spekulationen und Befürchtungen, dass bereits konkrete private Nutzungsabsichten vorlägen. Nach Ansicht des Ortsvereins wäre es höchst bedauerlich, wenn die Stadt in Vorgesprächen mit Kaufinteressenten Erwartungen geweckt hätte, die dann von der Öffentlichkeit und der Mehrheit des Gemeinderats nicht mitgetragen werden könnten.
Peter Didszun
(Pressereferent des SPD-Ortsvereins Weingarten)
Dieser Text ist - nahezu unverändert - am 26.10.2009 in der Schwäbischen Zeitung erschienen, unter der Überschrift "Sozialdemokraten stellen sich gegen Bebauung Reutebühls" .
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