Pflege zu Hause ist Arbeit: Wir fordern ein Gehalt für pflegende Angehörige

Veröffentlicht am 22.12.2025 in Landespolitik
 

Pflege zu Hause ist Arbeit

Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Möglich macht das oft nur der Einsatz von Angehörigen – der „größte Pflegedienst des Landes“. Doch wer pflegt, zahlt oft drauf. Die SPD fordert deshalb einen radikalen Systemwechsel: Wir wollen ein sozialversicherungspflichtiges Gehalt für pflegende Angehörige einführen, damit Nächstenliebe nicht länger zur Armutsfalle wird.

Über 80 Prozent der Pflege findet derzeit im privaten Umfeld statt. Was Familien hier leisten, ist enorm – oft bis zur körperlichen und psychischen Erschöpfungsgrenze. Doch die Belastung ist nicht nur emotional, sondern auch finanziell.

Schluss mit dem Armutsrisiko

Viele Angehörige – meistens sind es immer noch Frauen – reduzieren ihre Arbeitszeit oder geben den Beruf ganz auf. Die Folge: Fehlendes Einkommen heute und eine gefährliche Rentenlücke morgen. „Pflege zu Hause ist Arbeit. Es ist Zeit, sie auch zu bezahlen“, ist die klare Haltung von Paul Frank. Niemand darf durch die Pflege eines geliebten Menschen die eigene finanzielle Absicherung riskieren.

Unsere Forderung: Echte Staatliche Anerkennung

Wir wollen, dass diese unersetzliche Leistung endlich staatlich anerkannt wird. Nicht mit warmen Worten, sondern mit einem echten Gehalt inklusive Sozialversicherung. Nur so verhindern wir, dass Pflege zur Armutsfalle wird.

Unsere Haltung ist klar: Pflege zu Hause verdient höchsten Respekt und eine verlässliche finanzielle Basis. Wir stärken die Familien und sorgen für echte soziale Gerechtigkeit. Pflege darf keine reine Herzenssache sein, die man sich „leisten können“ muss – sie braucht ein festes Fundament durch den Staat.

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