Wer beim Info-Abend des Staatlichen Schulamtes am 14.März 2013 in Bad Waldsee erwartet hat, etwas Konkretes über das Bad Waldseer Bildungsmodell "Schule in Gemeinschaft" zu erfahren, wurde enttäuscht. Sowohl die anwesenden Schulleiter als auch die Stadtverwaltung hüllten sich in Schweigen. Man hat die Chance verpasst, konkret und mit Nachdruck über die künftige Bildungspolitik in Bad Waldsee zu diskutieren. Dass es, wie Herr Winger mitteilte, gemeinsame Aktionen in Bildender Kunst und Musik gibt, ist nichts Neues.
Seit Februar liegt ein Antrag der SPD-Stadträte an die Verwaltung vor, den Gemeinderat über die Schulentwicklung in Bad Waldsee zu informieren.
Eine örtliche Nähe verschiedener Schularten und eine gemeinsame Mensa bedeuten noch lange nicht, dass jede Schülerin, jeder Schüler die gleiche Chance zu Persönlichkeitsentwicklung und optimaler Bildung hat. Eine „Schule in Gemeinschaft“ auf dem Döchtbühl kann nur ein Brückenmodell zur Gemeinschaftsschule sein. Die beteiligten Schulgremien sollten sich überlegen, ob es sinnvoll ist, Zeit und Energie in eine Übergangslösung zu investieren.
Die Eltern erwarten eine klare Position zur Schulentwicklung: Können Realschüler und Werkrealschüler schon ab dem nächsten Schuljahr gemeinsam lernen? Oder bleibt alles wie bisher?
Annette Uhlenbrock & Siegfried König