Inklusion beschäftigt SPD beim politischen Martini

Veröffentlicht am 18.11.2014 in Presseecho
 

von links: Felix Rückgauer, Martin Gerster, Verena Bentele, Klaus Käppeler

Pressebericht der Schwäbischen Zeitung vom 17.11.2014

WOLFEGG (sz) - Seit vielen Jahren ist der politische Martini der SPD im Gasthof "Zur Post" Wolfegg ein beliebter Treffpunkt für die Genossen im Landkreis Ravensburg. Ein zwangloses Zusammentreffen mit jeweils prominenten Politikern, in diesem Jahr mit Verena Bentele, ehemalige Weltbehindertensportlerin.

Nomineller Gastgeber ist die SPD- Bundestagsfraktion, wie gewohnt in Person von Martin Gerster, Bundestagsabgeordneter aus Biberach. "Ziel der SPD- Bundestagsfraktion ist die inklusive Gesellschaft", kam Gerster auf das Thema der Veranstaltung zu sprechen. Allen Menschen von Anfang an ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, sei das erklärte Ziel. Dafür stehe niemand authentischer als die von Geburt an blinde Verena Bentele, seit einem Jahr Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. "Wenn wir Barrieren für Behinderte abbauen wollen, müssen wir zuerst die Barrieren in unseren Köpfen abbauen", brachte es Gerster auf den Punkt.

Die Maßnahmen der Landesregierung im Bereich Inklusion erläuterte der SPD- Landtagsabgeordnete Klaus Käppeler, Schulrektor auf der Alb in Hohenstein. Mehr Teilhabe Behinderter am gesellschaftlichen Leben sei mehr Gerechtigkeit, erklärte Käppeler. Die Inklusion habe aber nicht bei allen Freude ausgelöst, fügte er hinzu. "Wir sind noch lange nicht am Ende." Eckpunkt der Inklusion ist die Wahlfreiheit der Eltern über die Schullaufbahn ihrer Kinder. Allerdings gebe es nicht die absolute Wahlfreiheit. Nicht jede Schule könne die Voraussetzungen für Behinderte schaffen, so Käppeler: Inklusion sei möglich, aber sie koste Geld,  so seine berufliche Erfahrung.

Verena Bentele ist sicher eine Ausnahmeerscheinung. Biathletin, mehrfache Paralympic- Goldmedaillengewinnerin, Skilangläuferin, sportlich aktiv auf dem Rad und beim Bergsteigen. Den Kilimandscharo hat sie bezwungen und ihre Magisterprüfung in Literaturwissenschaft mit Bravour bestanden. Wer sie erlebt, denkt sicher nicht an Behinderung. Das gesamte Leben der Frau ist ein Megabeispiel für Inklusion. Selbst die Hürde für ihre geheime Stimmabgabe bei der Wahl des Bundespräsidenten hat sie überwunden.

Inklusion beginne von Anfang an, berichtet sie aus eigener Erfahrung im Kindergarten im heimischen Laimnau. Vereine für alle öffnen, fordert sie, denn Sport- und andere Vereine könnten einen wichtigen Beitrag für Inklusion leisten. Das Teilhabegesetz, Fachkräfte für Bildung einstellen, Unternehmen für Behinderte sensibilisieren, sind nur einige der Themen, die sie anspricht, um dann Fragen aus der Zuhörerschaft zu beantworten. Vornehmlich von Behinderten. Oft einfach zu behebende Mängel: Ein Blinder aus Biberach wünscht sich, dass im Bus jedesmal die Haltestelle angesagt wird. Er könne zwar mitzählen, werde aber eine Haltestelle überfahren, dann stimme sein Ausstiegspunkt nicht mehr.

Generell war Mobilität ein längeres Diskussionsthema, egal ob blind oder im Rollstuhl. Ein zentraler Punkt war die Mobilitätspauschale, vor allem für Behinderte auf dem Land, wo sie viele Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen können. Höhere Ausgleichsabgaben und ein Dialog mit Unternehmen für die Einstellung von Behinderten wurde gefordert. Ein Schüler berichtete, wie positiv sich das Klima in der Klasse durch einen behinderten Schüler verändert habe.

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