SPD-Fraktion im Regionalverband nimmt die Arbeit auf

Veröffentlicht am 17.11.2019 in Pressemitteilungen

 

Aulendorf ist weiterhin im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben vertreten

 

 

Die SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, v.l.n.r. Ministerialrat a.D. Norbert Zeller aus Friedrichshafen (Fraktionsvorsitzender), Bürgermeister Jan Zeitler aus Überlingen, Susanne Jäger aus Leibertingen, Gerhard Lang aus Wangen und Prof. Dr. Ernst Deuer aus Aulendorf (stellv. Fraktionsvorsitzender)

 

 

 

 

Vor 15 Jahren wurde der Aulendorfer Pascal Friedrich erstmals vom Kreistag des 

Landkreises Ravensburg in den Regionalverband entsandt und in den folgenden Jahren konnte er in zunehmendem Maße die Interessen seiner Heimatstadt und seine Sachkompetenz als Architekt und später sogar als Stadtbaumeister in Bad Saulgau dort einbringen. Dieses Gremium lag ihm am Herzen – das merkte man ihm an und auch die Würdigung in der Verbandsversammlung im Oktober spiegelte dies wider. Die menschliche wie fachliche Lücke, die er hinterlässt, wird auf lange Zeit schwer zu schließen zu sein. 

 

Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben umfasst die Landkreise Sigmaringen, 

Bodenseekreis und Ravensburg. In der neuen Wahlperiode besteht die SPD-Fraktion aus fünf Mitgliedern. Als Nachfolger von Pascal Friedrich ist nun Prof. Dr. Ernst Deuer, ebenfalls aus Aulendorf, dabei. Er wurde einstimmig zum Stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt.  Fraktionsvorsitzender ist weiterhin der frühere Landtagsabgeordnete Norbert Zeller aus Friedrichshafen.

 

Die künftigen Themen zeichnen sich bereits deutlich ab. Der neue Regionalplan steht vor der Verabschiedung und Aulendorf kann an dieser Stelle profitieren. Die erwartbare wie berechtigte Hochstufung von Aulendorf zum Unterzentrum ist ein wichtiger Meilenstein. Denn „Unterzentren unterscheiden sich von den Kleinzentren vor allem durch die qualifiziertere Ausstattung in der Grundversorgung“. Dies kann bei der Diskussion um Schul-, Arzt- oder Einzelhandelsstandorte eine wichtige Bedeutung haben. Umso mehr überrascht an dieser Stelle auch, dass der Ravensburger Kreistag das berufliche Gymnasium aus Aulendorf ​abzieht und stattdessen in Ravensburg konzentriert. „Damit geht für den ländlichen Raum ein wichtiges wohnortnahes Schulangebot verloren“, so Deuer. Die SPD-Fraktion im Kreistag war geschlossen gegen die Verlagerung nach Ravensburg. Aber CDU, Freie Wähler und auch Grüne entschieden sich zu Lasten der Region um Aulendorf. 

 

Ein besonderer Fokus gilt dem Ressourcen schonenden Umgang mit unseren endlichen   Rohstoffen. Die Sozialdemokraten setzen sich auch weiterhin dafür ein, dass im Bereich Kies und Sand die Transporte möglichst kurz ausfallen und die Rohstoffe möglichst geschützt werden. Der Export dieser begrenzten Ressourcen ist 

daher kritisch zu sehen. Darüber hinaus werden die Sozialdemokraten im Regionalverband verstärkt auf Zulassung regenerativer Energien setzen, insbesondere auf die Windenergie und Solaranlagen. Mit dem Verbandsdirektor Wilfried Franke ist sich die SPD-Fraktion einig, dass beim Artenschutz die Population statt Einzelexemplare zu schützen der richtige Weg ist. Ein weiterer Schwerpunkt in der Region Bodensee-Oberschwaben ist für die Sozialdemokratie ein neues Verständnis von Mobilität. „Wir dürfen nicht länger ausschließlich den Verkehr auf den Straßenbau reduzieren“, stellt Zeller fest. Wichtig sei es, alle Verkehrsebenen zu berücksichtigen. Dies gelte vor allem für die Schiene aber auch für den Fußgänger- und Radverkehr. So müssten Radschnellwege in der Region stärker forciert werden.

 
 

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